Aktuelles | Emsstern Rheine 1933 e.V.
Die eisfahrt 2026 - traditionelle Bezirksfahrt auf der Ems
Lockerer Start bei Bisbink

Sieben Emssterne machten sich auf zur Bezirksfahrt „Eisfahrt auf der Ems“. Los ging’s in Sinningen, direkt an der Gaststätte Bisbink – und wie gewohnt lief alles wie am Schnürchen. Einstieg easy, Wasser brav, Stimmung bestens.
Entspanntes Paddeln statt Muskelkater

Der renaturierte Abschnitt zwischen Emsdetten und Rheine zeigte sich von seiner gemütlichen Seite. Der niedrige Pegel machte die Strecke völlig unkritisch – perfekt für alle, die lieber genussvoll paddeln als sportliche Rekorde brechen. Wie sich der Bereich weiterentwickelt, bleibt spannend, denn hier dürfen Natur und Ems noch ein bisschen ihr eigenes Ding machen.

Behelfssteg, Abenteuer & Belohnung
Der Ausstieg am WSV Rheine hatte es dann in sich: Die regulären Stege waren auf Anweisung der Bezirksregierung verschwunden, übrig blieb ein kleiner Behelfssteg. Für Routiniers kein Problem, für alle anderen eine kleine Impro-Übung mit Abenteuerbonus. Der Ausstieg wurde deshalb gleich auf vier Stellen verteilt – Hauptsache, alle kamen trocken (oder zumindest heil) raus.

Die verdiente Belohnung ließ nicht lange auf sich warten: Beim WSV Rheine trafen sich rund 60 Paddlerinnen und Paddler aus Rheine, Greven, Münster, Osnabrück und sogar eine Drachenbootcrew aus Herdecke. Kaffee, Kekse und Grillwürstchen im Brötchen sorgten für zufriedene Gesichter. Gesprächsthema Nummer eins? Natürlich der Steg – und wie viel Abenteuer so ein Ausstieg doch haben kann.
Fazit:
Eine fantastische Tour durch eine renaturierte Flusslandschaft, die zeigt, wie lebendig und schützenswert die Ems ist. Teamarbeit, Naturverbundenheit und Abenteuer – das war Ems-Feeling pur!
Alle Bilder der Tour sind in der Online-Galerie.
Infokasten: Renaturierung, Artenvielfalt & Naturschutz an der Ems
Die Ems wird in vielen Teilabschnitten renaturiert. Durch die Aufweitung des Flussbetts und die Anlage von Sekundärauen konnte die ökologische Funktionseinheit von Fluss und Aue wiederhergestellt werden. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur den Hochwasserschutz, sondern schaffen auch wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Der gesamte Abschnitt steht unter Naturschutz, deshalb gilt hier ein Uferbetretungsverbot, um die empfindlichen Uferzonen zu schützen. Pausen sollten deshalb in den Booten gemacht werden.
Artenvielfalt entlang der Ems:
- Vögel: Graugänse mit ihren Küken sind zur Brut- und Setzzeit häufig zu beobachten. Mit etwas Glück sieht man auch Rohrweihen, Pirole und Eisvögel.
- Fische: Die renaturierten Abschnitte bieten Lebensraum für Brachsen und andere typische Flussfische.
- Insekten: Zahlreiche Libellen- und Schmetterlingsarten sind dort heimisch
- Pflanzen: Silberweiden, Schilfbestände und typische Feuchtwiesenpflanzen prägen die Auenlandschaft.
