Aktuelles | Emsstern Rheine 1933 e.V.

veröffentlicht am 12.05.2026

Clean-up-Aktion des Emssterns auf der Ems

Am 10.04. lud der Emsstern zu einer gemeinsamen Clean-up-Aktion auf der Ems ein. Zugegeben: Einen Termin auf den Muttertag zu legen, war vielleicht nicht die genialste Idee des Jahres. Während andernorts Blumensträuße überreicht und Kuchen gegessen wurden, entschieden sich vier engagierte Teilnehmer lieber für Greifzangen, Müllbeutel und nasse Hände. Mit zwei Canadiern ging es von der Bockholter Emsfähre zurück Richtung Verein – immer mit dem Ziel, die Ems ein kleines Stück sauberer zu machen.

Die Ausrüstung war schnell verteilt: Handschuhe, Müllsäcke, lange Greifzangen und natürlich ausreichend gute Laune. Letztere erwies sich spätestens dann als wichtig, wenn wieder einmal versucht wurde, treibenden Müll mit den langen Greifzangen sicher aus dem Wasser zu holen. Nicht jeder Griff saß dabei sofort perfekt, was immer wieder für einige humorvolle Momente sorgte.

Positiv fiel auf, dass im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt weniger Müll auf und in der Ems trieb. Ganz sauber ist der Fluss jedoch noch lange nicht. Immer wieder fanden sich Flaschen, Glasbehälter und anderer Unrat, der sich bereits über längere Zeit in der Ems angesammelt hatte. Was achtlos weggeworfen wird, verschwindet eben nicht einfach wieder, sondern belastet die Natur oft über viele Jahre.

Besonders wichtig war bei der gesamten Aktion der respektvolle Umgang mit dem sensiblen Naturraum. Der befahrene Abschnitt liegt vollständig im Naturschutzgebiet. Das Betreten und Anfahren der Uferbereiche ist dort ganzjährig untersagt, um Brutplätze, Rückzugsräume und die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Deshalb wurde die gesamte Aktion ausschließlich vom Wasser aus durchgeführt.

Trotz dieser Vorgaben kam am Ende eine beachtliche Menge Müll zusammen. Einige Fundstücke sorgten dabei durchaus für Verwunderung. Wie manche Gegenstände überhaupt mitten in die Ems gelangen, bleibt vermutlich ein ungelöstes Rätsel. Sicher ist jedoch: Von allein verschwindet dieser Müll nicht wieder.

 

Erfreulich ist, dass es mittlerweile mit der App müllweg.de eine einfache Möglichkeit gibt, gesammelten Müll zu melden.

Dieser kann darüber dokumentiert und anschließend von den zuständigen technischen Betrieben abgeholt und fachgerecht entsorgt werden. So wird sichergestellt, dass das Engagement nicht am Ufer endet, sondern auch in eine ordnungsgemäße Entsorgung übergeht.

Nach mehreren Stunden auf dem Wasser kehrten die Teilnehmer müde, aber zufrieden zum Verein zurück. Die Aktion zeigte einmal mehr, dass Umweltschutz nicht aus großen Reden besteht, sondern aus vielen kleinen, konkreten Handlungen. Jeder eingesammelte Gegenstand ist ein Stück weniger Belastung für Tiere, Pflanzen und Gewässer.

Und auch wenn vier Personen an einem Muttertag vielleicht keine riesige Mannschaft sind: Für die Ems hat sich der Einsatz definitiv gelohnt.