Aktuelles | Emsstern Rheine 1933 e.V.

veröffentlicht am 22.07.2026

Bezirksfahrt auf dem Möhnesee – Zwischen Felswänden, Wellen und einer kleinen Muschel mit großer Wirkung

 

Der Möhnesee zeigt seine ganze Vielfalt

Mal spiegelglattes Wasser, wenig später Seitenwind, Regen und Wellen, die bis zur Bugmitte übers Boot liefen – der Möhnesee zeigte bei der Bezirksfahrt, dass auch ein Stausee alles andere als eintönig sein kann. Sechs Emssterne machten sich gemeinsam mit den Emshaien aus Greven und der DJK Ruhrwacht aus Mülheim auf die rund 18 Kilometer lange Rundtour. Schon nach den ersten Kilometern wurde klar: Nicht nur die wechselnden Bedingungen auf dem Wasser, sondern auch die Landschaft machten die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.

 

Naturerlebnis zwischen Felsen und Kiesufern

Steil aufragende Felswände wechselten sich mit bewaldeten Ufern ab, an denen freiliegende Baumwurzeln fast so aussahen, als würden sie über dem Wasser schweben. Dazwischen tauchten immer wieder flach auslaufende Kiesufer auf, die dem See ein abwechslungsreiches Landschaftsbild gaben. Weil große Teile des Ufers unter Naturschutz stehen, blieb es dort angenehm ruhig – Begegnungen gab es fast ausschließlich an den öffentlichen Ausstiegen oder an den zahlreichen Stegen der Segelvereine.

​​​​​

Über 110 Jahre alte Staumauer

Ein Höhepunkt der Tour war die Staumauer der Möhnetalsperre. Kaum zu glauben, dass dieses Bauwerk bereits 1913 fertiggestellt wurde. Mit rund 650 Metern Länge und bis zu 40 Metern Höhe prägt sie den See bis heute. Je näher die Boote kamen, desto eindrucksvoller wirkte das über 110 Jahre alte Bauwerk.

 

Wenn das Wetter eigene Pläne hat

Langweilig wurde es auch wettertechnisch nicht. Sonne, Regen und Wind wechselten sich ständig ab und sorgten dafür, dass jede Seeseite neue Bedingungen bereithielt. Mal glitten die Boote nahezu lautlos über die Wasseroberfläche, wenig später verlangten Wind und Wellen den Paddlern einiges an Technik und Ausdauer ab.

Nach einer wohlverdienten Pause ging es auf die zweite Hälfte der Rundtour. Rund vier Stunden nach dem Start erreichten alle zufrieden das Ziel – mit vielen Eindrücken einer abwechslungsreichen Landschaft und einer Tour, die paddlerisch einiges zu bieten hatte.

Eine kleine Muschel mit fataler Wirkung

Ganz beendet war der Tag damit allerdings noch nicht. Bevor die Boote verladen wurden, stand gründliches Reinigen auf dem Programm. Der Grund ist nur wenige Zentimeter groß: die Quaggamuschel.

Die invasive Art stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und breitet sich seit einigen Jahren rasant in deutschen Gewässern aus. Ihre frei schwimmenden Larven sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und können bereits in kleinsten Wasserresten überleben. Werden Boote oder Ausrüstung nicht sorgfältig gereinigt, gelangen sie leicht in andere Seen und Flüsse. Dort kann die Quaggamuschel die Lebensbedingungen für heimische Arten verändern und Probleme an technischen Anlagen verursachen. Für Kanusportler gehört das gründliche Reinigen der Boote deshalb heute genauso selbstverständlich zur Tour wie das Paddeln selbst.

Mehr Informationen zur Quaggamuschel

Wer sich weiter über die Quaggamuschel, ihre Auswirkungen und Möglichkeiten zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung informieren möchte, findet hier weitere Informationen:

 

 

 


KI-generiertes Bild

 

Weitere Bilder zur Tour in der Online-Galerie.