Münster - Toller Bomberg

Am Radtourenklassiker „Toller Bomberg“, ausgerichtet von den Radsportfreunden Münster, nahmen vom Emsstern Rheine acht Radtourenfahrer teil. Von den angebotenen Strecken über 46, 75, 110 und 153 Kilometer entschieden sich Elke Lübke, Michael Giesen, Oliver Kamp, Ulrich Moritzer und Marc Völler für die längste Tour. Michael Hesping und Christoph Bäthker absolvierten die 110 Kilometerstrecke. Klaus Lübke fuhr berufsbedingt verspätet direkt von Rheine aus und klinkte sich somit in den Streckenverlauf ab Tecklenburg mit ein. Eine hervorragend und fast ausschließlich über Nebenstrecken und kaum bekannte Landwirtschaftswege ausgearbeitete Stecke, trug unverkennbar die Handschrift von Leo Bröker, dem Streckenchef des Münsterland-Giros. Das wurde mit 650 Teilnehmern trotz hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit honoriert. Pünktlich um 9 Uhr ging es zunächst flach, fast ohne Wind und somit auch temporeich durch die Parklandschaft des nördlichen Münsterlandes in Richtung Vadrup, Schlichtenfelde, Bahnhof-Ostbevern bis zur ersten Kontrolle in Schwege. Ulrich Moritzer und Marc Völler fühlten sich einmal mehr bei dieser Breitensportveranstaltung wie Rennfahrer und fuhren in einer „Speedgruppe“ einfach durch. Im Hinblick auf das noch zu erwartende Streckenprofil fuhren die restlichen Emssterne in einer schnellen Gruppe kraftsparend im Windschatten mit. Diese Konstellation zog sich über die Serpentinen bei Lienen (Malepartus), Holperdorp, Natrup-Hagen und den Jägerberg hinauf bis zur zweiten Kontrollstelle in Leeden-Loose etwas auseinander. Das Streckenprofil über zahlreich verschlungene kleine Straßen durch die hügelige und panoramareiche Region mit Anstiegen bis zu 12 Prozent wurde von hier an, mit immer wiederkehrenden und kraftraubenden Anstiegen und Abfahrten, sehr anspruchsvoll. Die vielen Schaltvorgänge und damit verbundenen Rhythmuswechsel kosteten einiges an Kraft auf den letzten 90 Kilometern in Richtung Hasbergen, Lotte, Hollenbergs Hügel, Nordschacht Ibbenbüren, Mettingen bis zur dritten Kontrolle im Fahlbachtal. Die weiteren heftigen Anstiege in Laggenbeck, die Adlerstiege hinauf, Danebrock, Habichtswald und Tecklenburg verlangten viel Eigenmotivation. Nach der Vorbeifahrt an den Campingplätzen Buddenkuhle und Waldsee erreichte man die letzte Kontrollstelle in Ladbergen. Hier war für alle das Schlimmste nach 1572 Höhenmetern geschafft. Von hier aus ging es für die Emssterne auf den letzten 18 Kilometern nur noch flach mit leichtem Gegenwind über Glanering, Bockholt und Fuestrup zum Ziel.

 

 

Bild in Anhang: Die fünf Emssterne von der Langstrecke: v. l. Elke Lübke, Michael Giesen, Oliver Kamp, Ulrich Moritzer und Marc Völler.

 

 

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